Institutionelles Schutzkonzept

Institutionelles Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt

Nachrichten wie solche über die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind spätestens seit dem Fall „Canisius-Kolleg Berlin“ von 2010 kein unbekanntes Thema mehr in der Gesellschaft. Auch den Bistümern und Menschen in den Pfarreien ist klar: Übergriffe an Minderjährigen oder anderen Kollegen jeglicher Art sind kein Tabuthema mehr, sondern etwas, was in der Kirchenarbeit, genauso wie auch in anderen Bereichen der Gesellschaft behandelt und angegangen werden muss. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt steht für die Pfarrei St. Stephanus in Beckum ganz oben auf der Prioritätenliste. Mit einem neu ausgearbeiteten „Institutionellen Schutzkonzept“ (ISK) setzen sich Ehren- und Hauptamtliche für eine Kultur der Achtsamkeit ein, um Grenzverletzungen, Übergriffen und sexuellem Missbrauch vorzubeugen.

Von Mitte 2019 bis Herbst 2021 hat eine Projektgruppe bestehend aus Haupt- und Ehrenamtlern der Pfarrei St. Stephanus unter der Leitung von Pastoralreferent Markus Wibbeke dieses Konzept entwickelt. Mit Andrea Brockmeyer, Karin Wißling, Marvin Wolff und Pastoralassistentin Julia Riedl orientierte sich die Gruppe an den vom Bistum Münster vorgeschlagenen Bausteinen für ein Schutzkonzept, überarbeitete und ergänzte sie mit Blick auf die lokalen Gegebenheiten in Beckum. Sie richten sich mit ihrer Arbeit an jegliche Gruppierungen der Pfarrei. Hierzu gehören neben den Hauptamtlichen auch die Ehrenamtlichen der Ferienfreizeiten, Messdiener- und Pfadfindergruppen, bis hin zu Tätigen der Krümelkirche, Tschernobyl-Initiative und von Familiengottesdiensten. Für die Kindertagesstätten der Pfarrei ist die Verbundleitung Anja Junker zur Ansprechpartnerin beauftragt worden. Ein allgemeiner Verhaltenskodex für die Arbeit in der Pfarrei, sowie klare Vorgaben zu erforderlichen Führungszeugnissen und Präventionsschulungen sind Hauptmerkmale des Konzeptes. Auch zeigt es eine Liste an internen und externen Hilfe- und Beratungsstellen, sowie Handlungsleitfäden auf, an die sich die Menschen in der Gemeinde bei Unsicherheiten richten können.

Die Projektgruppe betont in ihrem Papier die Bedeutung von Nähe und Distanz. Im gemeinsamen Austausch mit den verschiedenen Gruppen und Bereichen der Pfarrei über Erfahrungen, Ansichten und Wünsche wurde besonders Wert auf eine Feedbackkultur gelegt. „Für die Erstellung dieses Papiers, aber auch für die Zukunft ist es wichtig, immer wieder miteinander im Gespräch zu sein.“, unterstreicht Markus Wibbeke. Er ist als Präventionsfachkraft geschult und beauftragt worden, die für die weitere Umsetzung zuständig ist. Er und die Projektgruppe werden auch weiterhin den Prozess der Implementierung begleiten und gemeinsam das Thema innerhalb der Pfarrei „wach“ halten.

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